Ein Platz für das Thema Platz: Der Mitmach-Blog Platzprofessor beleuchtet die unterschiedlichen Facetten des Themas

  • Der Weblog beschäftigt sich seit 2011 mit Themen rund um „Platz“ und „Raum“
  • Novelle der Wiener Bauordnung sieht Abschaffung verpflichtender Kellerabteile vor
  • Kleinere Durchschnittswohnfläche pro Kopf in der Stadt als am Land
  • Platzmangel erfordert interdisziplinäre wissenschaftliche Lösungen

Platz ist ein Grundbedürfnis des Menschen. Doch wir haben immer weniger Platz zur Verfügung. Die Bevölkerung wächst stetig und auf Grund des Wandels unseres Lebensstils hin zu einer Konsumgesellschaft besitzen wir immer mehr Dinge und haben zu wenig Platz, um unseren Besitz zu verstauen.

WissenschaftlerInnen, aber auch Studierende unterschiedlichster Fachrichtungen, suchen gegenwärtig nach Lösungsansätzen, um der Platz-Problematik entgegenzutreten. Der von MyPlace-SelfStorage und dem Lehrstuhl für Europäische Ethnologie der Humboldt-Universität zu Berlin ins Leben gerufene Mitmach-Blog Platzprofessor bietet für sie einen „Platz“, um Ansätze zu präsentieren und in den Austausch zu treten. Zugleich dient er als Informationsplattform für jeden, der einen Einstieg in das Thema finden möchte.

Gründe für den Platzmangel
Die meisten Menschen sehen in Bereichen wie der individuellen Lebensgestaltung, Berufsausbildung und Beschäftigungsmöglichkeiten für sich offenbar eine bessere Chance, wenn sie in der Stadt oder in einem Ballungsgebiet wohnen. Sie nehmen dafür in Kauf, dass der Wohnraum dort beengter und meist teurer ist als auf dem Land. In Österreich betrug laut Statistik Austria 2017 die durchschnittliche Wohnfläche pro Person in Hauptwohnsitzwohnungen 44,8 Quadratmeter, während sie in Wien nur 36,7 ausmachte.

Der Wohnungsbau vergangener Jahrzehnte passt nicht mehr zu den aktuellen Lebensmodellen und Wohnkonstellationen. Single-Haushalte, Alleinerziehende oder Patchwork-Familien stellen neue Anforderungen an die Raumaufteilung. Die Novelle der Wiener Bauordnung sieht die Abschaffung verpflichtender Einlagerungsräume (Kellerabteile) vor.

Studierende und Interessierte aller Fachrichtungen geben Antworten zum Thema „Platz“
Studierende aus Architektur, Design, Soziologie oder der Kulturwissenschaft stellen ihre Ideen und unterschiedlichste Lösungskonzepte auf dem Platzprofessor vor:

So untersuchte etwa Sebastian Sohl, Student im Bereich Design & Produktmanagement, für seine Bachelorarbeit an der FH Salzburg die Ursachen des zunehmenden Platzmangels. Zum einen behandelt er das Thema der nicht vorhandenen Stauraummöglichkeiten, zum anderen erläutert er die unterschiedlichen Motive für unseren Konsum. Durch das veränderte Konsumverhalten verändert sich der Lebensstil und somit auch die Wohnform. Dabei steht die Wohnzufriedenheit, also auch ein Wunsch nach mehr Stauraum, heutzutage im Vordergrund, der jedoch von der Architektur oft nicht berücksichtigt wird.

Ein anderes Beispiel liefert die Soziologiestudentin Carmen Keckeis der Universität Wien. Sie beschäftigte sich in ihrer Diplomarbeit mit dem Thema des Bedarfs nach zusätzlichem Lagerraum. So untersuchte sie individuelle, aber auch strukturelle Ursachen, wie z.B. den Wohnungsmarkt oder Forderungen nach Flexibilität und Mobilität seitens der Arbeitgeber, und fand damit Gründe für den Boom des Selfstorage-Marktes.

Auf dem Platzprofessor werden allerdings nicht nur wissenschaftliche Arbeiten veröffentlicht. Verschiedenen Autoren mit ganz unterschiedlichen Hintergründen betrachten das Thema Platz und Raum aus ihrer Perspektive. Zudem dient der Blog auch als Inspirationsquelle für weitere wissenschaftliche Beschäftigung mit dieser Thematik: MyPlace-SelfStorage unterstützt Studierende bei ihren Abschlussarbeiten, steht für Interviews zur Verfügung oder vermittelt Kontakt zu Autoren und anderen Experten.

Wenn Sie Interesse daran haben, Ihre Abschlussarbeit im Themenbereich Selfstorage zu schreiben, vermitteln Ihnen gerne einen passenden Ansprechpartner.

Anfragen zu Studienarbeiten senden Sie bitte an platzprofessor@gmail.com

Wenn Sie Interesse an einer Berichterstattung haben, vermitteln wir Ihnen gerne Kontakt zu den verschiedenen Autoren. Auch der MyPlace-Geschäftsführer Martin Gerhardus steht nach Vereinbarung gerne für Interviews zur Verfügung und berichtet über die Entwicklung der Selfstorage-Branche.