Ein Platz für das Thema Platz: Der Mitmach-Blog Platzprofessor beleuchtet die unterschiedlichen Facetten des Themas

  • Der Weblog beschäftigt sich seit 2011 mit Themen rund um Platz und Raum
  • In deutschen Großstädten gibt es immer weniger Platz, gleichzeitig steigt der Platzbedarf
  • Die durchschnittliche Wohnfläche pro Kopf stieg seit 1995 um ca. 21%
  • Platzmangel erfordert interdisziplinäre wissenschaftliche Lösunge

Platz ist ein Grundbedürfnis des Menschen. Doch wir haben immer weniger Platz zur Verfügung. Die Bevölkerung wächst stetig und unser Lebensstil hat sich in den letzten Jahren drastisch verändert. Aufgrund des Wandels hin zu einer Konsumgesellschaft besitzen wir immer mehr Dinge und haben zu wenig Platz, um unseren Besitz zu verstauen. Der Weblog Platzprofessor behandelt das Thema aus unterschiedlichsten Perspektiven und lässt Studierende mit ihren Lösungen und Ideen zu Wort kommen.

Gründe für den Platzmangel: Der Platzprofessor gibt Antworten

Daten des Statistischen Bundesamtes zeigen, wie sich unser Bezug zum Thema Platz verändert: 77% der Deutschen lebten 2016 in dicht bis mittelstark besiedelten Gebieten. Diese Menschen sehen in Bereichen wie der individuellen Lebensgestaltung, Berufsausbildung und Beschäftigungsmöglichkeiten für sich offenbar eine bessere Chance, wenn sie in der Stadt oder in einem Ballungsgebiet wohnen. Sie nehmen dafür in Kauf, dass der Wohnraum dort beengter und meist teurer ist als auf dem Land(1). Dennoch hat der steigende Wohlstand zur Folge, dass die durchschnittliche Wohnfläche pro Kopf von 1995 bis 2011 um 21% auf 46 Quadratmeter gestiegen ist(2). Platz scheint sich mitunter zum Statussymbol zu entwickeln.

Auch der Wohnungsbau vergangener Jahrzehnte passt nicht mehr zu den aktuellen Lebensmodellen und Wohnkonstellationen. Single-Haushalte, Alleinerziehende oder Patchwork-Familien stellen neue Anforderungen an die Raumaufteilung. WissenschaftlerInnen, aber auch Studierende unterschiedlichster Fachrichtungen, suchen gegenwärtig nach Lösungsansätzen, um der Problematik entgegenzutreten. Der von MyPlace-SelfStorage und dem Lehrstuhl für Europäische Ethnologie der Humboldt-Universität zu Berlin ins Leben gerufene Mitmach-Blog „Platzprofessor“ bietet für sie einen „Platz“, um Ansätze zu präsentieren und in den Austausch zu treten. Zugleich dient er als Informationsplattform für jeden, der einen Einstieg in das Thema finden möchte.

Studierende und Interessierte aller Fachrichtungen beschäftigen sich mit dem Thema „Platz“

Studierende aus Architektur, Design, Soziologie oder der Kulturwissenschaft stellen ihre Ideen und Lösungskonzepte auf dem Platzprofessor vor. Die Zugänge zum Thema Platz sind dabei unterschiedlich: So untersuchte etwa Sebastian Sohl, Student im Bereich Design & Produktmanagement, für seine Bachelorarbeit an der FH Salzburg die Ursachen des zunehmenden Platzmangels. Zum einen behandelt er das Thema der nicht vorhandenen Stauraummöglichkeiten, zum anderen erläutert er die unterschiedlichen Motive für unseren Konsum. Durch das veränderte Konsumverhalten jeder Epoche der Menschheit verändert sich der Lebensstil und somit auch die Wohnform. Dabei steht die Wohnzufriedenheit, also auch ein Wunsch nach mehr Stauraum, heutzutage im Vordergrund, der jedoch von der Architektur oft nicht berücksichtigt wird.

Ein anderes Beispiel liefert die Soziologiestudentin Carmen Keckeis der Universität Wien. Sie beschäftigte sich in ihrer Diplomarbeit mit dem Thema des Bedarfs nach zusätzlichem Lagerraum. So untersuchte sie individuelle, aber auch strukturelle Ursachen, wie z.B. den Wohnungsmarkt oder Forderungen nach Flexibilität und Mobilität seitens der Arbeitgeber, und fand damit Gründe für den Boom des Selfstorage-Marktes.

Auf dem Platzprofessor werden allerdings nicht nur wissenschaftliche Arbeiten veröffentlicht. Verschiedenen Autoren mit ganz unterschiedlichen Hintergründen betrachten das Thema Platz und Raum aus ihrer Perspektive. Zudem dient der Blog auch als Inspirationsquelle für weitere wissenschaftliche Beschäftigung mit dieser Thematik: MyPlace-SelfStorage unterstützt Studierende bei ihren Abschlussarbeiten, steht für Interviews zur Verfügung oder vermittelt Kontakt zu Autoren und anderen Experten.

Wenn Sie Interesse daran haben, Ihre Abschlussarbeit im Themenbereich Selfstorage zu schreiben, freuen wir uns über Ihre Rückmeldung und vermitteln Ihnen gerne einen passenden Ansprechpartner.

Anfragen zu Studienarbeiten senden Sie bitte an platzprofessor@gmail.com

Wenn Sie Interesse an einer Berichterstattung haben, vermitteln wir Ihnen gerne Kontakt zu den verschiedenen Autoren. Auch der MyPlace-Geschäftsführer Martin Gerhardus steht nach Vereinbarung gerne für Interviews zur Verfügung und berichtet über die Entwicklung der Selfstorage-Branche.

Quellen:
[1] Statistisches Bundesamt, Statistisches Jahrbuch 2018
[2] Statistisches Bundesamt,I-W Köln

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